top of page
Farbverlauf AdiZ.png

Fundusablation in Kombination mit endoskopischer Sleeve-Gastroplastie (ESG)

Die Ablationstechnik im Detail – was passiert bei der Fundusablation?

Die Fundusablation ist ein gezieltes endoskopisches Verfahren, bei dem die hormonaktive Schleimhaut im oberen Magenabschnitt (Fundus) behandelt wird. Ziel ist es, die Produktion des Hungerhormons Ghrelin zu reduzieren und damit das Hungergefühl nachhaltig zu senken.

Technisches Prinzip

Der Eingriff erfolgt im Rahmen einer Magenspiegelung unter Sedierung.

Über das Endoskop wird eine kontrollierte thermische Ablation der Magenschleimhaut im Fundus durchgeführt.

Zum Einsatz kommen bewährte endoskopische Energietechniken (z. B. Argon-Plasma- oder vergleichbare Ablationsverfahren), die oberflächlich und präzise wirken.

Was genau wird behandelt?

Abladiert wird ausschließlich die Schleimhaut des Fundus.

Keine Schnitte, keine Resektion und keine Durchtrennung der Magenwand.

Tieferliegende Muskelschichten bleiben vollständig erhalten.

Warum gerade der Fundus?

Der Fundus ist der Hauptbildungsort von Ghrelin, dem zentralen Hungerhormon.

Durch die gezielte Ablation:

sinkt die Ghrelin-Ausschüttung,

das Hungergefühl nimmt ab, Heißhungerattacken werden reduziert,

die Wirkung der endoskopischen Sleeve-Gastroplastie wird deutlich verstärkt.

Kombination mit der ESG

Nach der Fundusablation wird im gleichen Eingriff die endoskopische Sleeve-Gastroplastie durchgeführt:

Zunächst hormonelle Modulation (Ablation), anschließend mechanische Magenverkleinerung (Nahttechnik). Diese Reihenfolge ist bewusst gewählt, um: die Ablation präzise im noch unveränderten Magen durchzuführen, anschließend eine optimale Formgebung des Magens zu erreichen.

Sicherheit und Kontrolle

Die Ablation erfolgt segmentweise und kontrolliert, um Übertherapie zu vermeiden. Die Tiefe der Energieabgabe ist exakt steuerbar.

Der Eingriff wird kontinuierlich endoskopisch überwacht. Das Risiko von Blutungen oder Perforationen ist bei sachgerechter Durchführung sehr gering.

Was spüren Patientinnen und Patienten danach?

In den ersten Tagen kann ein Druck- oder Völlegefühl auftreten. Leichte Übelkeit oder Magenempfindlichkeit sind möglich, klingen jedoch rasch ab. Die meisten Patientinnen und Patienten berichten früh über: deutlich verminderten Appetit, schnelleres Sättigungsgefühl, geringeres Verlangen nach großen Portionen.

FAQ               Impressum               Datenschutz   

Roonstraße 30 | 52351 Düren

Tel.: +49 (0) 2421 30-1312

Tel.: +49 (0) 170 5870287

© 2026 Adipositas-Zentrum | Krankenhaus Düren 

bottom of page